Zauber und Staub

September-Erdbeeren

Ich bin ein Sommerkind. Im Juni geboren, ist der Juni auch der Monat, mit dem ich mich am meisten identifiziere.
Babyblauer Himmel, saftiges grün, knallrote Kirschen und Erdbeeren, vor allem Erdbeeren. Der Sommer ist noch frisch und jung, der größte Teil davon liegt noch vor uns.
Jetzt, im September, herrscht schon wieder überall Zerfall. Memento Mori. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Sommerpflanzen sind verblüht, die Tomaten sind geerntet, die Lebkuchen stehen im Kaufhausregal und Emma singt schon mal im Voraus „O Tannenbaum“.
„Mama, bald ist Weihnachten!“ Richtig. Frühling, Sommer Weihnachten, so war das mit den Jahreszeiten.
Die obligatorische Verschnaufpause nach der Arbeit und vor Kindergartenschluss verbringe ich wann immer es irgendwie geht im Garten. Sonnenstrahlen Tanken. Wie Frederik, der Mäuserich. Für die kalten Tage.
Dieses Jahr gibt der September noch mal alles, was er an Sommer noch zu bieten hat. Wahnwitzige Windböen, glühende Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher und…
Erdbeeren.
Richtig.
Die Erdbeerpflanzen in unserem Garten stehen in voller Blüte und Frucht. Ende September.
Da muss wohl jemand das Genmaterial falsch programmiert haben. Sie sind nicht ganz so groß, wie die im Supermarkt, aber sie sind unfassbar süß und aromatisch, logisch… hatten ja auch viel länger Sonne. Und Regen. Und Schnecken. Und alles, was die Schnecken übrig lassen, landet direkt in Emma’s und meinem Mund.
Wer wird denn jetzt noch Erdbeerkuchen machen… schließlich ist bald Weihnachten!

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