Zauber und Staub

Vakuum

ist nicht das richtige Wort.
Es ist mehr eine Leere, wie eine Art Wüste. Wenn ich in meinen Kopf hineinsehe (ja, liebe Männer, das geht!), dann sehe ich keinen dunklen, luftleeren Raum… sondern eher eine karge Wüste.
Sand… pfeifender Wind… trockene Pflanzen… irgendwo am Horizont… irgendwo da hinten unten… da sind die ganzen Gedanken. Die ich nur erreichen müsste. Doch es geht nicht.
Wäre ich Autorin, würde ich mir so eine Schreibblockade vorstellen.
Da muss ich automatisch an den Film Kokowäh denken… an die heiße Autorin, die einfach nur Till Schweiger braucht, um ein Drehbuch zu schreiben. Mal im Ernst, das kann ich nachvollziehen. Hätte ICH einen Till-Schweiger-ähnlichen-Schreibblockaden-Löser, würde dieser Blog hier  platzen. Aus allen Nähten. Ich würde berühmt werden. Mindestens aber auf Eltern.de oder Spiegel-online.de.
Drama. Pathos. Liebe. Leidenschaft. Schönheit… Kleinkinder. Das sind die Dinge, die einen zum Schreiben bringen.
Gut, das Kleinkind habe ich noch. Emma ist mitten in der Trotz-Phase, eigentlich schon seit mindestens einem Jahr, und ich wette, das geht noch so circa 15 Jahre.
6:20 Uhr, Sonntagmorgen: „Mama, heute ist relativ schönes Wetter. Ich habe eine gute Idee. Wir gehen in die Stadt. Mit dem Bus. Ich laufe selber, wenn es den Berg hoch geht, trägst du mich, und wenn es dir zu anstrengend wird, dann essen wir ein Eis.“ Es ist kalt. Es ist noch halb dunkel. Es ist definitiv zu früh. Aber Emma will nun mal in die Stadt Eis essen gehen. Und zwar OHNE Klamotten, ganz sicher aber ohne Socken und ohne Unterhose.
„Es ist gar nicht mehr kalt!“ Ohrenbetäubendes Gebrüll. 6:30 Uhr.
Ich bin müde. Will Kaffee. Oder zumindest von irgendwem wachgeküsst werden. Oder in der Reihenfolge. Emma turnt inzwischen splitternackig auf dem Bett rum. „Ich will jetzt ins Freibad, ok Mama? Heute haben wir frei, dann gehen wir ins Freibad!“ Einleuchtend.
“M-hhmm. Später mein Schatz“. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf.
Spätestens jetzt, würde er auftauchen. Der Blockaden-Löser-Till.
Mit frischen Brötchen vor der Tür, die ich ihm verschlafen (und natürlich unheimlich gut aussehend) öffne.

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