Nachbarschaft - Hilfe!

Sonntagabende

sind furchtbar. Das Kind ist ausgeruht vom Wochenende und will meist gar nicht ins Bett, dann noch 3 Geschichten, 7 mal was trinken, ein Pflaster und außerdem in meinem Bett schlafen.
So auch an diesem Abend – als ich um 21:23 Uhr triumphierend feststelle, dass Emma’s Augen zu und ihr Atem gleichmäßig ist. Geschafft. Jetzt nur noch schnell die Küche aufräumen, das Frühstück vorbereiten, mein Kleid Bügeln, die Katzen füttern… ein Montagmorgen muss schließlich bestens vorbereitet sein. Gegen 23 Uhr falle ich erschöpft vom Wochenende ins Bett… schließe die schweren Augen… als RUMMS über mir die erste Tür fliegt. Au weia. Ich ahne das Schlimmste. RUMMS fliegt die nächste Tür… und aus dem steten Gemurmel (das ich schon kaum noch wahrnehme, weil es einfach immer da ist) wird Gebrüll. Bellend (männlich, arabischer Herkunft) und keifend (weiblich, italienischer Herkunft). Immer lauter.
Sie zoffen sich.
Und WIE.
Natürlich Sonntagabends – so ein gemeinsames Wochenende, da staut sich in einer orientalisch-südeuropäischen Zweitehe schon das ein oder andere an, könnte ich mir vorstellen. Bzw. – muss ich mir gar nicht vorstellen, denn ich erlebe es live mit.
Kissen auf den Kopf.
Geht nicht, zu warm…
Oropax.
Bringt nix, ich höre sie trotzdem.
Die Haustür fällt ins Schloss. Der Sohn kommt nach Hause – noch NIE habe ich mich so über die Rückkehr des Halb-Gängsters gefreut. Schließlich werden seine Eltern nun ja wohl aufhören, doch nicht vor den Kindern…. und tatsächlich. Es wird ruhig. Türen werden normal geschlossen. Die Dusche läuft. Die Klospülung.
RUMMS. In anderen Familien hält man wohl nicht sehr viel davon, Ehestreitigkeiten vor den (Teenager-)Kindern geheim zu halten. Das Gebrüll hebt von neuem an. 23:55 Uhr. Sonntag NACHT. Ich bin kurz davor, im Nachthemd nach oben zu stiefeln und zu klingeln…. da… glucksendes Gelächter. Bellendes Gelächter. Man hat sich wohl versöhnt. Großartig. Vielen Dank. Herzlichen Glückwunsch…. jaa… prima… nein… och nöööö.
So viel Versöhnung muss nun ja auch nicht sein. Stetes Knarzen der einen Bodendiele, auf der offensichtlich ein Fuß des ehelichen Bettes seht. (Oder ist es doch das Kopfende gegen die Wand?) Wieso haben die ihr Bett genau über meinem stehen? Und WIESO müssen die sich gerade Sonntag nachts zwischen 12 und 1 versöhnen?
Ich kann nicht genau sagen, was mich mehr grämt – die Tatsache, dass sie meine Nachtruhe stören, oder das, WOMIT sie meine Nachtruhe stören.
Stimmen. Die Badezimmertür. Die Klospülung. Die Dusche.
Super.
Und jetzt bloß nicht noch mal zoffen.
Bitte!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s