Zauber und Staub

Schlafen

ist lebenswichtig. Für Menschen, Tiere, selbst Pflanzen, Kinder… und vor allem für Mütter. Macht sich irgendein kinderloses Wesen jemals so viele Gedanken um etwas, was man irgendwie in eine Kategorie mit Atmen, Essen und auf’s Klo gehen werfen kann? „Maaaaaaaaaama du sollst kommen. Mama! Mama inmeinem Bett ist noch Platz! Maaaaaaaama ….“ Ich rede auf mich ein, als ginge es um Leben und Tod (geht es, s.o.), kauere auf dem Sofa und halte mir die Ohren zu. Bleib konsequent. bleib stark. Halte durch. Du schaffst das. Wir schaffen das. „Maaaaaaaaaaama mein Kopf (Bauch/ Knie/ Gehirn) tut weh!“ Die Stimme wird kläglicher. Stufe 2. Als nächstes folgt Durst, Husten, Ersticken und mit Stufe 5 gipfelt dann alles in ohrenbetäubendem, herzzerreißenden Geschrei. Emma hält das ziemlich lange durch. Einzig und allein, weil sie will, dass ich bei ihr im Bett liege, und ich das nicht will. Emma ist 3 und kann sehr gut alleine Schlafen. Aber sie will nicht. Und als Dramaqueen, ganz die Mama, steigert sie sich derart in ihr grauenvolles Schicksal, dass sie, könnte man sie fragen, sicher nicht mehr wüsste, was eigentlich passiert ist.

Insgeheim halten Nicht-Eltern, die so etwas mitbekommen, Eltern doch grundsätzlich für a) verweichlicht und viel zu nachgiebig, oder b) leicht (bis mittelschwer) sadistisch. Mir würde das nie passieren. Ich würde das ganz anders machen.
Aber glaubt mir: die Bedeutung des Sprichworts „Es ist so schön, wenn der Schmerz nachlässt“ kennt man erst wirklich, wenn das geliebte Ein und Alles nachts um 3:47 nach 1,5 Stunden endlich aufhört, zu weinen.

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